Vielfältige Programme erleichtern finanziell die Teilnahme an einer Weiterbildung. Eine finanzielle Förderung geht in Schleswig-Holstein mit einer professionellen Beratung der jeweiligen Adressaten einher.

Die Weiterbildungsberater*innen im Öffnet internen Link im aktuellen FensterBeratungsnetz Weiterbildung erteilen Auskunft und Beratung zu diesen und weiteren Förderinstrumenten.

 

Für die schnelle telefonische Auskunft empfehlen wir bezüglich aller Förderprogramme auch das Infotelefon Weiterbildung der Bundesregierung unter 0800/2017909, werktags zwischen 9.00 und 17.00 Uhr. Mehr lesen

Wichtige Förderinstrumente sind:

  • Öffnet externen Link in neuem FensterWeiterbildungsbonus Schleswig-Holstein
    Eine gute Nachricht für alle Beschäftigten, freiberuflich Tätigen, Inhaberinnen und Inhaber von Kleinstbetrieben und Auszubildende in Schleswig-Holstein, die sich weiterbilden möchten: Am 1. Juli 2020 wurden die Förderkriterien des „Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein“ weitreichend überarbeitet. Durch den Weiterbildungsbonus werden bis zur Obergrenze von 1.500 Euro bis zu 50 % der Seminarkosten übernommen, wenn dies zuvor bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein beantragt und bewilligt wurde. Die Begrenzung für die Kosten von Weiterbildungsmaßnahmen, die sich bisher auf 3.000 Euro belief, entfällt ab dem 1. Juli 2020. Die über die Förderung von 50 % der Kosten hinausgehenden Aufwendungen zahlt die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber. Außerdem besteht ab dem 1. Juli 2020 die Möglichkeit, den Weiterbildungsbonus mehr als einmal in der aktuellen Förderperiode in Anspruch zu nehmen.
    Kontakt: Investitionsbank Schleswig-Holstein:
    foerderprogramme@ib-sh.de, Telefon: 0431 9905-2222

  • Öffnet externen Link in neuem FensterBildungsprämie
    ACHTUNG:
    Das Programm"Bildungsprämie" wurde bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.
    Bis zum Ende der Laufzeit ist es weiterhin möglich, einen Gutschein für die Bildungsprämie auch ohne persönliches Aufsuchen einer Beratungsstelle zu erhalten. Verabreden Sie dazu mit Ihrem/Ihrer Bildungsberater*in (siehe unten) das für Sie passende Verfahren (online, telefonisch, postalisch).
    Mit dem Prämiengutschein der Bildungsprämie übernimmt der Staat 50% der Fortbildungskosten,  beziehungsweise maximal 1.000 €.
    Einen Prämiengutschein für die individuelle berufliche Weiterbildung (Lehrgänge, Kurse oder Seminare einschließlich einer dazugehörigen Prüfung sowie Externenprüfungen nach Maßgabe des BBiG oder der HwO) können Beschäftigte, Selbständige, Personen in Eltern -oder Pflegezeit, Personen während der Mutterschutzfrist, Aufstocker, Rentner*innen und Pensionäre*innen erhalten, die durchschnittlich mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig sind und deren zu versteuerndes Einkommen nicht über 20.000 € (bzw. 40.000 € bei gemeinsam Veranlagten) liegt.
    Voraussetzung für die Förderung ist die vorhergehende persönliche Beratung in einer dafür zugelassenen Beratungsstelle, die den Prämiengutschein ausgibt. Sie können jedes Kalenderjahr einen Prämiengutschein erhalten. Dieser ist ab dem Tag der Ausstellung 6 Monate gültig.
    Die Weiterbildungsberater*innen im Öffnet internen Link im aktuellen FensterBeratungsnetz Weiterbildung SH sind zur Ausgabe eines Prämiengutscheins berechtigt. Weitere Ausgabestellen für Prämiengutscheine in Schleswig-Holstein finden Sie hier.
    Weitere Videos zur Bildungsprämie finden Sie in der Öffnet internen Link im aktuellen FensterMediathek.
    (Hinweis: Nicht anspruchsberechtigt sind Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Beschäftigte in öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnissen.)

  • Öffnet internen Link im aktuellen FensterBildungsfreistellung/Bildungsurlaub

  • Aufstiegs-BAföG
    Höhere Zuschussanteile, höhere Freibeträge und höhere Darlehenserlasse verspricht das neue Gesetz zum Öffnet internen Link im aktuellen FensterAufstiegs-BAföG (AFBG). Am 1. August 2020 trat es in Kraft. Insgesamt stehen in der laufenden Wahlperiode zusätzlich 350 Millionen Euro zur Verfügung.

    Neu ist, dass ein Aufstieg über alle drei Fortbildungsstufen bis auf "Master-Niveau" unterstützt wird. Die Förderung umfasst auch die Vorbereitung auf Prüfungen für Abschlüsse nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung.
    Im Sinne der Vereinbarkeit von Familie wird die Unterhaltsförderung für Vollzeitgeförderte von bisher 50 Prozent zu einem Vollzuschuss ausgeweitet, der nicht zurückzuzahlen ist. Der einkommensabhängige Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende steigt von 130 auf 150 Euro.
    Auch der Zuschuss auf Lehrgangs- und Prüfungsgebühren steigt auf 50 Prozent. Ein weiterer Anreiz für die Teilnahme an Aufstiegsprüfungen: Bei erfolgreichem Abschluss wird die Hälfte des Darlehens erlassen.
    Ebenso profitieren Existenzgründer. Ihnen wird das Restdarlehen für Fortbildungskosten vollkommen erlassen. So können sie schuldenfrei in die Selbstständigkeit starten.
    Die Möglichkeiten, die Rückzahlung eines Darlehens zu stunden oder gar zu erlassen, werden für Geringverdiener erweitert.
    Mit dem Gesetz besteht ein altersunabhängiger Rechtsanspruch auf Förderung einer Aufstiegsfortbildung. Damit sollen die beruflichen Karrierechancen und vor allem die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Ausbildung vorangetrieben werden. Die beschlossenen Leistungserhöhungen sind die umfangreichsten seit Bestehen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes. Es wurde 1996 unter dem Titel "Meister-BAföG" eingeführt.

    Wie funktioniert das Aufstiegs-BAföG?
    Wissenswertes zum Aufstiegs-BAföG vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    und ein
    Öffnet externen Link in neuem FensterVideo des BMBF.
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  • Arbeit-für-morgen-Gesetz
    Das vom Bundestag vorgelegte "Arbeit-für-morgen-Gesetz" wurde am 15. Mai 2020 im Bundesrat verabschiedet.

    Im Sinne der Nationalen Weiterbildungsstrategie fördert dieses Gesetz insbesondere das lebenslange Lernen und unterstützt Maßnahmen für die Überwindung der "Corona"-Krise.

    • Die mit dem Qualifizierungschancengesetz ausgebaute Förderung der Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in besonders vom Strukturwandel betroffenen Betrieben wird weiter verbessert. Müssen größere Teile der Belegschaft qualifiziert werden, steigen die Fördersätze um weitere 10 Prozentpunkte. Betriebsvereinbarung und Tarifverträge zur beruflichen Weiterbildung werden honoriert: die Fördersätze steigen dann um weitere 5 Prozentpunkte. Diese Förderleistungen können ab dem kommenden Jahr vom Betrieb für seine Beschäftigten auch in einem Sammelantrag beantragt werden.
    • Damit mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von den verbesserten Förderbedingungen profitieren, wird die Mindestdauer für geförderte Weiterbildungen von mehr als 160 auf mehr als 120 Stunden gesenkt.
    • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen Berufsabschluss nachholen wollen, erhalten einen Anspruch auf Förderung einer beruflichen Nachqualifizierung.
    • Künftig kann Qualifizierung in der Transfergesellschaft unabhängig von Alter und Berufsabschluss sowie auch über das Ende des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld hinaus gefördert werden.
    • Zur Qualitätssicherung der Weiterbildungsmaßnahmen hebt das Gesetz die Kostensätze deutlich an und sorgt für größeren Spielraum bei der Maßnahmezulassung.
    • Eine gute Berufsausbildung ist nach wie vor die wichtigste Eintrittskarte in die Arbeitswelt. Deswegen verstetigt das Gesetz die Assistierte Ausbildung und entwickelt sie weiter.
    • Mit dem Gesetz wird zudem ausbildungsbegleitende Unterstützung für Grenzgänger ermöglicht, die in einem Betrieb in Deutschland ausgebildet werden.
    • Das Gesetz stärkt und modernisiert auch den Vermittlungsprozess der Bundesagentur für Arbeit: Ab 2022 kann die Arbeitslos- und Arbeitsuchendmeldung bei den Agenturen für Arbeit auch elektronisch erfolgen. Für Beratung kann Videotelefonie genutzt werden.

    praktikable Lösungen für die Corona-Krise:

    • Die Arbeitsfähigkeit von Betriebsräten und weiteren betrieblichen Mitbestimmungsgremien wird sichergestellt, indem Sitzungen und Beschlussfassungen bis Ende des Jahres auch per Video- und Telefonkonferenz durchgeführt werden können. Entsprechendes gilt für die Einigungsstellen. Ebenfalls bis Ende des Jahres können Betriebsversammlungen audio-visuell durchgeführt werden.
    • Die Bundesregierung wird ermächtigt, in krisenhaften Situationen mit Branchen oder Regionen übergreifenden erheblichen Auswirkungen auf die Beschäftigung die Laufzeit des Kurzarbeitergeldes befristet auf bis zu 24 Monate zu verlängern, ohne dass der gesamte Arbeitsmarkt betroffen sein muss.
    • Für Bezieher von Kurzarbeitergeld, die während des Arbeitsausfalls als Minijobber eine Nebentätigkeit in systemrelevanten Branchen aufnehmen, entfällt ab April die Anrechnung des daraus erzielte Einkommens auf das Kurzarbeitergeld vollständig.
    • Die Regelungen treten mit zeitlichen Abständen in Kraft, um der durch die Corona-Krise sehr stark belasteten Bundesagentur für Arbeit den notwendigen Vorlauf für die Umsetzung zu geben.

    Quelle: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/bundestag-beschliesst-arbeit-von-morgen-gesetz.html

  • Öffnet externen Link in neuem FensterAufstiegsstipendium für ein Hochschulstudium
    Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens zweijähriger Berufserfahrung können über das Aufstiegsstipendium gefördert werden. Bei der Beantragung spielt der aktuelle Beschäftigungsstatus keine Rolle. Die Förderung erfolgt einkommensunabhängig. Das Studium kann in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden.
    Neue Förderhöhe beim Aufstiegs-Stipendium!
    Laut einer
    Öffnet externen Link in neuem FensterPressemeldung des Bundesministerium für Bildung und Forschung erhöht sich die
    monatliche Förderung für ein Vollzeitstudium "ab dem 1. September 2019 von 815 Euro auf 933 Euro (Stipendium 853 Euro plus Büchergeld 80 Euro). Zusätzlich kann bei einem Vollzeitstudium für eigene Kinder ein Betreuungszuschuss beantragt werden. Dieser steigt von 130 Euro auf nun 150 Euro je Kind, darüber hinaus wird die Altersgrenze von 10 Jahren auf 14 Jahre angehoben. Das Aufstiegsstipendium fördert auch berufsbegleitend Studierende; hier beträgt die neue Förderhöhe 2.700 Euro im Kalenderjahr."
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    Zuständige Stelle für die Antragstellung in Schleswig-Holstein:
    Investitionsbank des Landes Schleswig-Holstein
    Fleethörn 29-31
    24103 Kiel
    Tel.: 0431 / 99 05 - 4444 (vormittags plus Di-nachmittags)
    Informationen und Antragsunterlagen der IB.SH


  • Bildungskredit
    Das Bil­dungs­kre­dit­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung ist da­für ge­dacht, Schü­ler*in­nen und Stu­die­ren­de in fort­ge­schrit­te­nen Aus­bil­dungs­pha­sen durch ei­nen ein­fa­chen und zins­güns­ti­gen Kre­dit zu unterstützen. Der Kredit wird unabhängig von den eigenen Vermögensverhältnissen oder dem der Eltern an Personen vergeben, die das 37. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

  • Kreditangebote der KFW
    Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Kredite, mit denen eine Ausbildung oder ein Studium finanziell unterstützt werden kann.  Für Personen bis zum 45. Lebensjahr.

  • Öffnet externen Link in neuem FensterWeiterbildung! - Qualifizierungsoffensive der Bundesagentur für Arbeit
    Mit der Offensive werden Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten unterstützt. sie erhalten eine individuelle Beratung sowie eine Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen.
  • ­Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit
    Wer Kunde der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist, kann eine Förderung für eine berufliche Weiterbildung über den Bildungsgutschein erhalten. Auch Berufsrückkehrende, die Kinder oder zu pflegende Angehörige betruet haben, können bei Vorleigen bestimmter Voraussetzungen einen bildungsgutschein erhalten. Die entscheidung der Ausgabe obliegt den jeweiligen Berater*innen. Weitere Einzelheiten können Sie dem Merkblatt 6 der Agentur für Arbeit entnehmen.
    Auch Beschäftigte können unter bestimmten Voraussetzungen einen Bildungsgutschein erhalten. Zum Beispiel wenn sie von Arbeitslosigkeit bedroht sind oder keine abgeschlossene Berufsausbildung haben.

  • Förderung über Renten- oder Unfallversicherungsträger
    Die Renten- und Unfallversicherungsträger orientieren sich erfahrungsgemäß an dem, was auch für die Arbeitsagenturen oder ARGEN Förderungsgrundlage ist. Allerdings sind die Zielsetzungen manchmal etwas anders, weil Rehabilitation eine "grundsätzlichere und generell langfristiger orientierte" Herangehensweise nahelegt. Deshalb haben die Rehabilitationsträger in der Regel größere Spielräume hinsichtlich der Fördermöglichkeiten und es lassen sich ggf. auch individuelle Maßnahmen für einzelne Versicherte konzipieren. Für weitergehende Informationen sprechen Sie bitte ggf. Ihren Reha-Träger an.

  • Sonstige Fördermöglichkeiten
    bundesweite Regelungen bzgl. spezieller Zielgruppen, Branchen, Themen etc.
  • Steuern sparen - Geld vom Finanzamt
    Berufsbezogene Weiterbildungen können als "Werbungskosten" unbegrenzt steuerlich geltend gemacht werden. Bei nicht berufsbezogenen Weiterbildungen unter „Sonderausgaben“ bis zu 4.000 €. Zu den durch eine Fortbildung entstehenden Kosten zählen z.B. die Lehrgangsgebühren, Literaturkosten, Fahrtkosten zum Lehrgang, zu Arbeitsgruppen, Bibliotheken, Prüfungen, Übernachtungskosten sowie Verpflegungsmehraufwand usw. Die Kosten müssen glaubhaft gemacht werden, d.h. hinsichtlich der Fahrtkosten führen Sie z.B. eine Liste.