Weiterbildung 4.0

Weiterbildung 4.0 – fit für die digitale Welt


 

Die Digitalisierung unseres Lebens nimmt im privaten wie im beruflichen Kontext unaufhaltsam zu und beeinflusst das Denken und Handeln in nahezu allen Gesellschaftsbereichen. Das Internet und intelligente Endgeräte sind für die Mehrheit der Menschen in Deutschland, Europa und in weiten Teilen der Welt zum unverzichtbaren persönlichen Kommunikations- und Assistenzsystem geworden mit direktem Zugriff »jederzeit und überall«. Die Wirtschaft digitalisiert ihre Produktions-, Arbeits- und Vertriebsprozesse, verknüpft diese mit dem Internet und schafft so unter dem Stichwort »Industrie 4.0« durchgehende, intelligente sowie wissensintensive neue Verfahren, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Dieser immer schneller werdende Wandel von Arbeitswelt und Gesellschaft bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Bildungseinrichtungen und deren Aufgabe, Menschen aller Altersstufen zur emanzipierten Teilhabe und zu einer gestaltenden Rolle in einer sich ständig verändernden Welt zu befähigen.


Viele Weiterbildungsorganisationen in Deutschland haben sich deshalb schon frühzeitig mit der digitalen Transformation ihrer Bildungsangebote, Dienstleistungen und Prozesse auseinandergesetzt und digitale Formate wie CBT/WBT, MOOC, blended Learning, Mobile Learning, Webinare, virtual Classrooms, serious Games oder Chats zum festen Bestandteil ihres Angebots gemacht.

Die Chancen der Digitalisierung und die sich daraus ergebenden Vorteile für lebensbegleitendes Lernen in der beruflichen, kulturellen und allgemeinen Erwachsenen- und Weiterbildung sind enorm. Es gilt aber auch, die Augen vor den Risiken und Gefahren möglicher Fehlentwicklungen nicht zu verschließen. Weiterbildung 4.0 ist deshalb auch eine Selbstverpflichtung beziehungsweise Aufforderung für Bildungsanbieter, Lehrende und Lernende über die gesamte Bildungskette hinweg durch Vermittlung von Medienkompetenz die nachhaltige und verantwortungsbewusste Anwendung der neuen Technologien zu ermöglichen.

Bei der Vermittlung beziehungsweise dem Erwerb von digitalen Fertigkeiten und Kenntnissen stehen daher nicht primär technik- und herstellergetriebene Zielsetzungen und Inhalte im Vordergrund. Es geht auch darum, Grundlagen für die persönliche Entwicklung zu schaffen und die politische Partizipationsfähigkeit in einer sich ständig verändernden digitalen Welt im Sinne eines ganzheitlichen und demokratischen Bildungsverständnisses zu stärken.

So verstanden, wird die digitale Erwachsenen- und Weiterbildung die Menschen dazu befähigen, ihre Alltagshandlungen, beruflich wie privat, kompetent und souverän auszuführen.

 Öffnet externen Link in neuem FensterD21 Digital - Index 2015 (hrsg. 2016)

Mit der Studie D21-Digital-Index misst die Initiative D21 seit 2013 die Entwicklung des Digitalisierungsgrads der deutschen Bevölkerung – ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet. Der D21-Digital-Index ist mit rund 33 000 Befragten die umfangreichste und aussagekräftigste Studie zur Entwicklung der Digitalen Gesellschaft. Der Index ermöglicht es, die Auswirkungen von Innovationen und Ereignissen für Wirtschaft und Gesellschaft detailliert, nachhaltig und im Zeitverlauf aufzuzeigen. In diesem Jahr legt die Studie Schwerpunkte auf gesellschaftlich besonders relevante Fragestellungen wie Arbeiten und Bildung in der digitalisierten Welt, Datenbewusstsein in der Bevölkerung und Innovationen, die unser gesellschaftliches Zusammenleben verändern.
Unter dem Link finden Sie alle Daten, Analysen und PDF-Dokumente zum Download.