„Während die Debatte über den Bildungsbericht vor allem auf Kinder und Schulen blickte, blieben zentrale Befunde zu Erwachsenenbildung und Qualifizierung nahezu unbeachtet,“ schreibt Jan-Martin Wiarda in seinem Blog. Die Frage: „Was es jetzt braucht?“, stellen sich Josef Schrader und Jonathan Kohl in ihrem Gastbeitrag. Zum einen betonen sie wie wichtig es ist, die sprachliche Grundbildung fortzuführen und weiterzuentwickeln – Die Alpha-Dekade läuft Ende 2026 aus. Über Anschlussaktivitäten wird noch beraten. Bei Integrationskursen wird es voraussichtlich Kürzungen geben.
Im Zusammenhang mit der Frage nach Bildungsgerechtigkeit richten die Autoren auf Benachteiligungen, die nicht an Herkunft, sondern an Alter gebunden sind. „Bereits 22 Prozent der 45- bis 54-Jährigen geben an, ihre letzte Weiterbildung liege mehr als fünf Jahre zurück. Bei den 55- bis 65-Jährigen steigt der Anteil auf 34 Prozent. Und 16 Prozent der 25- bis 65-Jährigen haben sich noch nie weitergebildet. Für eine alternde Erwerbsbevölkerung ist das alarmierend.“
Zur Förderung vor allem des Lernens mit digitalen Medien zu, bedarf es nach Meinung der Autoren eines „Digitalpakts Weiterbildung“ oder ein „Förderprogramm zur digitalen Teilhabe“, wie es im Koalitionsvertrag angekündigt wurde. „Solche Programme sollten Infrastruktur- und Kompetenzförderung klug verschränken und so digitaler Spaltung entgegenwirken.“
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